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Viel Glück. Schwein gehabt. Glückspilz.

Lali Sana 22.8.2026 • Lesezeit: 2 min
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Für Glück gibt es Symbole wie das vierblättrige Kleeblatt, was sicher vielen bekannt ist. Meine Eltern sind aus Laos und es gibt eine Zeremonie namens „Phook Kaen". Hier werden weiße Baumwollfäden, welche meist einen Knoten in der Mitte haben, einer anderen Person um das Handgelenk gebunden. Wieso? Bei dieser Zeremonie werden so die 32 Schutzgeister des Körpers sanft an den Menschen gebunden, um Glück, Gesundheit und Harmonie für besondere Lebensabschnitte zu sichern. Andere Farben wie orange oder rot gibt es ebenfalls. Meine Mutter bindet mir diese meistens nach Neujahr im April um das Handgelenk. Das gibt mir tatsächlich das Gefühl, mein Leben irgendwie auf die Reihe zu kriegen.

Ich glaube daran, dass eine Portion Glück nie schadet. Denn selbst wenn alle Fähigkeiten und Umstände von außen wahrgenommen passen, denke ich, dass die Welt so komplex ist, dass gar nicht alles berücksichtigt werden kann, damit mein gewünschtes Ergebnis erzielt werden kann. Das Glück füllt die nicht sichtbare Lücke. Und wenn es sich so anfühlt, als ob das Glück nicht auf meiner Seite wäre, ist es erstmal nur ein Gefühl. Eventuell bewahrt mich das Glück ja vor einer Gefahr, und das gewünschte Ziel nicht zu erreichen, mag auch Glück sein. Deswegen finde ich es so schwierig, einfach zu sagen, dass ich gescheitert bin. Denn vielleicht war das ja aus einer anderen Perspektive ein Erfolg? Ich weiß ja nicht, was in Zukunft passiert. Doch für mich ist Glück heute: Ich bin gesund. Glück in dieser Stunde: Ich genieße meinen Kaffee am Morgen. Glück in dieser Minute: Mein Atem ist ruhig und gleichmäßig. Glück in dieser Sekunde: Ich nehme die Wärme der Sonne wahr.

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Geschrieben von Lali Sana

Veröffentlicht am: 22.8.2026
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