Selbst bewusst

Perplexity hatte Schuld. Keine Sorge, ich fange hier nicht an und veröffentliche KI-generierte Texte. Es verhält sich ein wenig anders, aber der Reihe nach.
Wenn ich mich beschreiben sollte, was Publikationen betrifft, würde ich sagen, ich bin eine halb öffentlich unentschlossene Person. Es gibt einige Publikationen von mir aus meiner Uni-Zeit, und nach deren Ende habe ich mit mehr oder weniger großer Intensität über etwa zwanzig Jahre eigene Webseiten und Blogs betrieben. Das war mit durchaus begrenztem Erfolg verbunden, denn wie sich immer wieder herausstellte, mochte ich es, diese Dinge aufzubauen und zum Laufen zu bringen und mit Leben zu erfüllen.
Sobald es dann daran ging, Inhalte zu produzieren, verlor ich nach wenigen Wochen oder Monaten die Lust. Das hat vermutlich auch mit der Form dieser Blogs zu tun, denn ich habe sie immer unter eigenem Namen veröffentlicht. Was mir zuwider ist, ist auf bestimmte Themen festgelegt zu werden. Ich gebe meinen Senf auf den unterschiedlichsten Niveaus und zu den verschiedensten Themen ab. In einem Blog verwirrt so etwas und ist nicht dienlich. Auf einem halbprofessionellen Blog, wie einem LinkedIn-Profil, das ich durchaus besitze, ist es erst recht nicht passend.
Langer Rede kurzer Sinn: Vor einigen Wochen beschloss ich, sämtliche Experimente mit eigenen Blogs und Webseiten abzubrechen. Ich habe alles gekündigt und gelöscht und sogar so weit getrieben, dass ich auf der Wayback Machine die Sperrung der entsprechenden Historien beantragt habe. Ich wollte ganz neu anfangen, wie war mir noch nicht klar.
Und jetzt kommt Perplexity ins Spiel. Meine aktuelle KI der Wahl habe ich schlicht und einfach befragt, was es für Portale gibt, die im Deutschen in etwa dem Niveau von medium.com entsprechen. Und da wurde mir kursiv.io empfohlen. Und hier bin ich nun und schaue mal, was diesmal daraus wird.
Ich will gar nicht ausschließen, dass auch hier nach einigen Wochen wieder Schluss ist, weil ich mich anderen Dingen zuwende. Vielleicht aber hält es diesmal länger, denn das Gute ist hier, dass ich unter Pseudonym schreiben kann. Das heißt nicht, dass ich die Absicht habe, Menschen zu bepöbeln oder permanent unpopuläre Meinungen in die Welt zu tröten, sondern es verleiht mir einfach eine gewisse Sicherheit, die ich brauche, um meine Texte unter das Volk zu bringen. Vielleicht ändere ich auch das irgendwann, aber für jetzt ist es genau richtig, wie es ist.
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Geschrieben von Busy Beaver
Veröffentlicht am: 23.3.2026Profil ansehen
Ohne viel Aufhebens.
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